Teil 1: Scherben aus dem Küchenbeet


Eisenhaken

Haus und Hof

Ofenkacheln und Sonstiges: Werkzeug, Abfälle, etc.

 

Material: Keramik, Glas, Eisen, Knochen, Holzkohle, Blei, Stein, Muschelschale ...

Keramik, in Delfter blau bemalt

Die gute Stube

Alltagsgegenstände, aber auch ein Hauch von Luxus:

Diese Bruchstücke wurden wohl eher von den "Herrschaften" benutzt oder kamen in der guten Stube auf dem Tisch.  Sie lassen Teile der früheren Wirklichkeit auf dem Hof erahnen.

 

Material: Porzellan, Steingut, Glas, Fayence.

 

 

(Rheinische Wasser-)Flasche aus Steinzeug

 

Pott und Pann

Steinzeugkruken, Grapen (Kochtöpfe vom Töpfer), Jütenpott (Tontopf aus offenem Feldbrand):

 

Töpfe und Aufbewahrungsbehälter aus Küche und Vorratskammer.

Die dreibeinigen Grapen zum Kochen direkt über dem offenen Feuer oder offenen Herd gingen anscheinen oft kaputt. Besonders die Beine scheinen leicht abgebrochen zu sein, nach der Menge zu urteilen, die davon aus dem Beet auftauchten.

Die Jütenpötte wurden in Jütland in Heimarbeit ohne Töpferscheibe hergestellt und in offenem Feldbrand gebrannt. Sie wurden vor dem Brand poliert und waren dadurch auch ohne Glasur wasserdicht. Sie waren besonders geeignet für sauer Eingemachtes, weil sie nicht wie glasierte Töpfe von der Essigsäure angegriffen wurden.

 

Material: Steinzeug, Töpferware, handgemachte Keramik

Auf dem Tisch

Schüsseln, Teller, Milchkrüge:

 

In der Küche kam einfaches Geschirr vom Töpfer auf den Tisch, teils bunt glasiert, teils mit Schlickermalerei verziert.

Schlicker ist gefärbter Tonbrei, der in ein kleines Gefäß mit einem dünnen Abflussröhrchen gefüllt wurde. Damit konnte der Töpfer wie mit einem riesigen Füllfederhalter Muster aus Kreisen, Spiralen, Punkten und Wellenlinien als Verzierung aufmalen.

Aus großen Schüsseln mit mehr als 40 cm Durchmesser konnten sich alle bedienen.

Schüsseln und Teller sind teilweise leuchtend gelb glasiert, mit bleihaltigen Glasuren, die heute verboten sind. Durch den Kontakt mit sauren Speisen konnten sich Spuren von Blei aus der Glasur lösen und im Körper anreichern. Größere Mengen sind sehr giftig.

 

Material: Glasierte Irdenware